Rund um den See bietet sich da vor allem Kulinarisches an. Nummer eins: Bodenseewein. Ein oder zwei Fläschchen sind keineswegs ein Verlegenheitsgeschenk. Mancher Wein aus Deutschlands südlichstem Anbaugebiet ist eine Rarität, die sich außerhalb der Region auf kaum einer Weinkarte findet. Und auch die Schweizer Weine müssen den Vergleich mit großen Anbaugebieten nicht scheuen.
Natürlich lassen sich aus Trauben noch andere Köstlichkeiten herstellen: hochprozentiger Marc, also Tresterschnaps, feiner Weinessig, Weingelee, dazu Kekse und Öl aus Traubenkernen. Dutzende von Kleinbrennern bieten Obstbrände aus fast allem, was rund um den See wächst.
Ob Wein, Most oder Obst: Am Bodensee macht der Einkauf direkt beim Erzeuger oder auf einem der zahlreichen Bauernmärkte besonders viel Spaß. Hier bekommen die Kunden noch ein »Versucherle« und stehen direkt vor Kisten und Fässern. Viele Bauern verkaufen ihre Erzeugnisse direkt ab Hof. Meist weisen Schilder am Straßenrand darauf hin, sonst einfach im Ort oder am Hof fragen.
Geräucherter Bodenseefisch eignet sich gut als Mitbringsel, und bei einem Abstecher auf die Schweizer Seite ist ein Schokoladenkauf fast Pflicht: Bei »Gottlieber Hüppen«, gerollten Waffelstangen mit Füllung, schlagen die Herzen von Schleckermäulern höher. Schweizer Teigwaren, Käse oder Mostbröckli sind ebenfalls beliebt.
Soll es nichts Essbares sein, aber trotzdem Natur, bieten sich Pflanzen von der Mainau an. Sie gibt es dort und auf dem Konstanzer Wochenmarkt. Wer gerne in Antiquitäten stöbert, findet sie in den Städten und in mancher Scheune. Schnäppchen sind aber inzwischen seltene Glücksfälle. In der Schweiz gibt es Trödel im »Brockenhaus« (Secondhandläden). Da am See viele Künstler und Kunsthandwerker leben, lohnt ein Kunstbummel, zum Beispiel durch die Konstanzer Galerien. Ein Sparprogramm ist beim Kleiderkauf möglich: Renommierte Unternehmen bitten zum günstigen Werksverkauf (Schiesser, Radolfzell; Wolford, Bregenz; Strellson, Kreuzlingen).
Wer aber gerne das Geschichtliche mit dem Nützlichen verbinden möchte, der ist im ältesten Stadtteil von Konstanz, der Niederburg, direkt am Münster richtig. Eingerahmt von Bodensee, Rhein und dem Stadtteil Paradies bieten hier 80 Läden, Lokale und Werk-stätten in romantisch verwinkelten Gässchen mit viel geschichtlicher Substanz, hochwertige regionale und überregionale Waren und phantasievolles Kunsthandwerk an.
-
LAGO-Shopping-Center
Das größte Einkaufszentrum am Bodensee. 70 Geschäfte, meist Filialen großer Ketten. Das 2004 neu eröffnete Einkaufsparadies direkt am Bahnhof ist wegen seiner Architektur und dem zusätzlichen Verkehr unter den Einheimischen umstritten. -
Spitalkellerei
Nicht nur Konstanzer Wein, sondern auch ein umfangreiches Sortiment an Zubehör; dazu Öl, Gebäck und Gelee aus Trauben. Weinbergführung, Weinprobe und Kellereibesichtigung. Brückengasse 16. -
Niederburg
Der älteste Stadtteil von Konstanz, direkt am Münster, eingerahmt von Bodensee, Rhein und dem Stadtteil Paradies.
In den romantisch verwinkelten Gässchen geben 80 Läden, Lokale und Werkstätten vielfältige und lebendige Impulse in mittelalterlicher Atmosphäre.
Dabei werden hochwertige, zeitgemäße Waren durch die Händler und Werkstätten und ein vielfältiges kulinarisches Angebot, sowohl badischer als auch internationaler Küche, angeboten.
Die kleinen Weinstuben runden das Angebot mit vielen regionalen Weinen ab.


