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Spaß bis zur Morgendämmerung

Frankfurts Nächte sind lang - man muss nur wissen wo. Es gibt eine lebendige Musik-, Partyund Kunstszene - allerdings zum Teil underground. Wörtlich ist das nur in einigen wenigen Fällen zu nehmen, aber die Locations wechseln rasch, sind oft nur temporär und viele werden häufig ausschließlich per Handy oder Flyer weitergegeben. Fündig wird man in Sachen Off-Adressen und Partys aber auch unter www.thing-frankfurt.de und http://frankfurt.nachtagenten.de. Night-Life-Dauerbrenner sind das Bahnhofsviertel, wo hinter Gründerzeitfassaden und in Hinterhöfen oft Events zwischen Ausstellung, Performance und Fete aufgezogen werden (z. B. im ehemaligen English Theatre, Kaiserstr. 34), die City zwischen Roßmarkt, Bleich-, Seiler und Kurt-Schumacher-Straße sowie die »Hanauer« und Umgebung (z. B. Oskar-von-Miller-Str. 16). Clubs (meist mit saftigen Eintrittspreisen), Lounges, Bars, Bistros, Diskotheken und Restaurants locken v. a. im Osten der Stadt nicht nur Frankfurter an, sondern am Wochenende das gesamte Umland. Gleiches gilt für die etablierte(re) Kultur, von Theater bis Tanz und Oper. Das Schauspiel knüpft mit oft experimentellen Inszenierungen wieder an an die Tradition der Provokation, die in den 60er-Jahren mit Rainer Werner Fassbinder am TAT (Theater am Turm) begann. Das TAT ist zwar seit Sommer 2004 tot - an Geldmangel gestorben - und das weltberühmte Ballett von William Forsythe steht aus dem gleichen Grund inzwischen nicht mehr nur als Synonym für Frankfurt, sondern auch für Dresden. Konzertwesen und Oper indes blühen und begeistern mit hervorragenden Künstlern sowie mutiger Werkewahl; Museen und ähnliche Institutionen öffnen sich mehr und mehr für Music und Dance (legendär ist Shantels Bucovina-Club im Schauspiel mit Balkan Dancefloor bis in den frühen Morgen). Jazz und Comedy, Kabarett und Varieté, Film und Boulevard ergänzen das abendliche Ausgehangebot.

  • Bars & Kneipen
  • Bars & Kneipen
  • Astor Bar
    Dunkelroter Samt, Holztäfelungen, Kinositze - und mehr als hundert verschiedene Whiskys. Das freut Edel- und Szenevolk gleichermaßen.
    Berliner Straße 2
  • Café Royal
    Im ehemals größten Kinosaal Frankfurts feiert die Szene nun heiße Partys - manchmal auch mit Film und Mode. Das rote Ambiente versprüht einen Hauch Erotik.
    Schäfergasse 10
  • Chill East
    Trendiges Bar-/Restaurant-Ambiente mit Club im Untergeschoss. Jeden Freitag und Samstag »Sushi Samba«, außerdem Frühstück ab 3 Uhr morgens.
    Grusonstr. 9
  • Coconut Groove
    Three in one - die rote Fiberglastheke (11 m!) steht für Bar, die schlichten Tische und Stühle signalisieren Café und Restaurant. Vorerst also nur Espresso, Cocktails und Tapas ordern.
    Kaiserstr. 23
  • Destino
    Angesagte Cocktail- und Tapasbar mit langem Tresen und klasse Terrasse.
    Habsburger Allee 9
  • Goto Galeriebar
    Hippe Location für japanische Popkultur mit fünf Sitzhockern, Nippon-Filmen und DJ-Music von Minimal-Techno bis Soul und wechselnden Kunstwerken an den Wänden.
    Weserstr. 14
  • Havanna Bar
    Grande Dame unter der Barszene. Unverändert gute Cocktails am langen Tresen, lockere Atmosphäre, House-Music.
    Schwanenstr. 2
  • Helium
    Sphärische Klänge, unaufgeregte Atmosphäre, Cocktailgeschlürfe. Am Wochenende kommt der DJ, manchmal eine Band.
    Bleidenstr. 7
  • Hemingway Lounge
    Cocktailbar und Restaurant auf drei Ebenen mit Dachterrasse im neuen Westhafenviertel. Publikum von stylish bis Krawatte, auf jeden Fall recht jung.
    Rotfeder-Ring 13, Westhafen-Pier
  • IMA
    Minimalistisch designte Multibar im Miniformat. Wenn der DJ kommt, werden die robusten Holztische vom Lunch oder vom After- Work-Drink einfach zu Bänken oder Stehpulten gekippt.
    Kleine Bockenheimer Str. 14
  • Kleinlaut & Brown
    Schwarze Barstühle (ja - mit Lehne!), klare Linien - und ein witziger Spruch an der Wand. Da haben sich die Macher vom »21. Jahrhundert« wieder mal was Cooles einfallen lassen.
    Stiftstr. 34
  • Luna-Bar
    Klassische Bar mit guter Musik (und ebensolcher Raumluft); bei Vollmond Liveprogramm.
    Stiftstr. 6
  • Maintower-Bar
    Frankfurt vor Augen und zu Füßen sowie ein sensibler Bartresen, der auf Berührung mit Farbveränderungen reagiert. Schon dafür lohnt das Liftgeld.
    Neue Mainzer Str. 52-58, im 53. Stock des Helaba-Hauses.
  • Mantis Bar
    Kreisrunde Szenebar mit Softsofas und Dachterrasse im Herzen der City. Im Sommer regelmäßig House-Partys.Katharinenpforte 6
  • Moloko
    Nicht weit vom Main entfernt, um die Ecke liegt die Rote Bar, vor den Scheiben eine witzige Terrasse, drinnen bunter Stilmix, im Glas gute Cocktails zu vernünftigen Preisen.
    Kurt-Schumacher-Str. 1
  • Monsa
    Orientlounge mit leckerem spanisch- arabischen Essen, zum Dessert kommen die DJs an die Turn-Tables. Von der kleinen Straßenterrasse schaut man direkt auf die U-Bahn-Station.
    Hanauer Landstr. 119
  • Mosaiic-Bar
    Ganz schön bunt und ganz schön niedrig zum Sitzen; dafür gibt's statt dicker Zigarren Wasserpfeife, und auch sonst wirkt alles schön orientalisch.
    Töngesgasse 7
  • Schirn-Café
    Donnerstags After-Work-Lounge, Sonntags Salsaparty, jeden 1. und 3. Freitag im Monat Tanzboden für Menschen ab 30. Ansonsten: Cocktails, Drinks, Speisen, Special Events.
    Römerberg 6a
  • Stereo Bar
    Keller im coolen Retro-Design mit Sound von electro clash & 80s pop und Soulexplosion.
    Abtsgässchen 7
  • Strandperle
    Tresen oder Nische - mehr Auswahl gibt's nicht im Innern des Brückenpfeilers. Dafür aber umso mehr Cocktails, exakt gemischt. Der Caipirinha gilt immer noch als unübertroffen. Im Sommer verzehnfacht (mindestens) sich die Barfläche zum Terrassencafé hoch über dem Main.
    Schaumainkai, Brückenkopf Eiserner Steg
  • Vinylbar
    Schräg und bunt sind Club, Publikum und Programm: House, Indie, Britpop etc.
    Hanauer Landstr. 99
  • Diskos & Clubs
  • Diskos & Clubs
  • Cocoon-Club
    Neuer, extravaganter Laden von DJ-Guru Sven Väth im ebenfalls neuen U.F.O.-Loftgebäude von Ardi Goldmann in Fechenheim. Mischung aus Tanz-, Design- und Gourmettempel mit Raumkapseln, Bett-Restaurant und wechselnden Musikstilen.
    Carl-Benz-Str. 21
  • Cooky's
    Eine Institution in Frankfurt seit mehr als zwanzig Jahren. Hauptsächlich gibt es Black Music und House. Dienstags und donnerstags haben Ladies freien Eintritt in diese Disko mit Bar und Bistro.
    Am Salzhaus 4
  • Galerie
    Der Mercedes unter den Frankfurter Clubs. Strenger Dresscode, viel Business- und international People mit dem schon etwas dickeren Portemonnaie. Das Programm: Donnerstags ist After-Work-Party, freitags Classic Dance, samstags Pleasuredome.
    Düsseldorfer Str. 1-7
  • King Kamehameha
    Geschmackvoll designter Trendschuppen, um die Tanzfläche läuft auf der zweiten Ebene eine Galerie, draußen gibt's einen Wasserlauf. Konzerte aller Stilrichtungen, ansonsten House-Beats, Latin- Grooves und oft hochkarätige DJs.
    Hanauer Landstr. 196 a
  • Living XXL
    Im Sockel des Eurotower kommt jeder auf seine Kosten: Am Wochenende sind Dance Classics und House angesagt, donnerstags gibt's Salsa- und Latinorhythmen und einmal im Monat ist Schlagerparty. Wer vor Ort erst speist, spart den Eintritt zur Party.
    Kaiserstr. 29
  • Monza
    Lengendärer House-Club in neuer Location, nicht mehr intim, sondern auf drei Ebenen.
    Berliner Str. 74
  • Präsidium 1911
    Edler Club im historischen Polizeipräsidium. Einzigartige Atmosphäre mit Säulen und Winkeln, mehreren Bars, Danceroom und Restaurant. DJs von internationalem Rang, Menschen von stylish bis geschniegelt, je nach Veranstaltung.
    Friedrich-Ebert-Anlage 11
  • U60311/U-Bar
    Innovativ designte Dance-Location in einem ehemaligen U-Bahn- Schacht. Eine der beliebtesten Partyadressen in der Stadt. DJs aus der ganzen Welt legen auf - von Techno bis House.
    Roßmarkt
  • Live Musik
  • Live Musik
  • Batschkapp
    Nichtkommerzielles bildet noch immer den Schwerpunkt, live wie aus der Dose. Die Palette reicht von Rock bis Soul, Ambiente und Publikum sind eher alternativ.
  • Brotfabrik
    Internationales Kulturzentrum mit Konzertprogramm von Jazz bis Latin. Außerdem stehen regelmäßig Salsa-Nights auf dem Programm.
  • Jazzkeller Frankfurt
    Weltstars hautnah seit 1952. Frank Sinatra und Dean Martin saßen im »Domicile du Jazz«, wie der Frankfurter Trompeter und Musiktheoretiker Carlo Bohländer das Gewölbe offiziell taufte, Duke Ellington spielte, Louis Armstrong oder Dizzy Gillespie. Noch immer gibt es Mittwochs einen Sessionabend; inzwischen hört man aber auch populäre Jazzformen auf der Bühne und freitags gibt es Swinging Latin Funky-Klänge zum Tanzen.
  • Mampf
    Jazzlokal nennt sich diese Institution. Seit dreißig Jahren gibt's zu Schnitzel und »haaser Worscht« eintrittsfreie Konzerte; dabei darf es schon auch mal Blues sein, Swing, Latin oder Flamenco.
  • Sinkkasten
    Seit 1971 (!) ein Begriff im Frankfurter Musikleben. Liveclub auf ca. 800 m² mit Spektrum von Blues und Jazz über alle Arten von Pop und Rock bis zu Comedy und Schlager. Badesalz, Rosenstolz, UBahnkontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern und viele andere kultige Künstler standen und stehen hier auf der Bühne.
  • Opern, Konzerte & Musicals
  • Opern, Konzerte & Musicals
  • Alte Oper
    Trotz des Namens keine Musiktheaterbühne, sondern ein reines Konzerthaus. Das Programm reicht von Klavierabenden über sinfonische Darbietungen bis hin zu Rock und Pop. Auch Kongresse finden hier statt - und der Frankfurter Opernball als gesellschaftlicher Höhepunkt des Jahres.
  • The Forsythe Company
    Die weltberühmte Balletttruppe von William Forsythe musste sich zwar aus Spargründen verkleinern, ins Bockenheimer Depot umziehen und ein Zweitdomizil in Dresden annehmen. Die Auftritte des Ensembles mit gewagten, modernen Choreografien gehören aber weiterhin zu den Highlights im Frankfurter Kulturleben.
  • Kammeroper
    Seit mehr als zwei Jahrzehnten sorgt Rainer Pudenz mit seinem Team für Oper der anderen Art: klamaukig inszeniert, aber stets professionell intoniert - und immer an wechselnden Spielstätten. Eine eigene ist jedoch in Sicht.
  • Oper Frankfurt
    Weit über Frankfurt hinaus renommierte, mehrfach ausgezeichnete Bühne mit sowohl klassischem wie modernem Opernrepertoire; darunter viele Entdeckungen und Raritäten.
  • Szenelokale
  • Szenelokale
  • Das 21. Jahrhundert
    Trendiger Nordend-Treff mit guter Crossover-Küche. Zumindest der Name lässt annehmen, dass das Lokal noch lange in bleibt.
    Oeder Weg 21
  • Jimmy's
    Frankfurts Hotelbarklassiker, direkt gegenüber der Messe. Ambiente und Musik für das eher fortgeschrittene Alter. Livemusik am Piano.
    Friedrich-Ebert-Anlage 40
  • Theater, Kabarett & Kleinkunst
  • Theater, Kabarett & Kleinkunst
  • Die Dramatische Bühne
    Klein, engagiert, ambitioniert. So mancher Klassiker erscheint auf diesen Brettern in ganz neuem Licht.
  • Die Käs
    Hausherr Sinasi Dikmen, einst von Dieter Hildebrandt entdeckt, inzwischen vielfach ausgezeichnet in Deutschland wie in seinem Geburtsland Türkei, bietet in seinem »Kabarett Änderungsschneiderei« (Käs) als einzige politisch-literarische Kabarettbühne in Frankfurt neben dem eigenen Programm auch renommierten Gastakteuren eine Plattform.
  • English Theatre
    Klassiker, Komödien, Musicals, ausschließlich in englischer Sprache. Die Stücke sind meist Produktionen aus London oder New York, und die Bar »James« ist inzwischen Kult.
  • Fritz-Rémond-Theater
    Beliebte Boulevardbühne hinter der historischen Fassade des Zoo-Gesellschaftshauses. Vorwiegend konservative Inszenierungen von Komödien und Musicals.
  • Gallus-Theater
    Das Gallus-Theater zählt mit seinen unkonventionellen, interessanten Inszenierungen zur freien Theaterszene der Stadt.
  • Internationales Theater
    Fünf Bühnen in einer - vom Théatre Français über das Teatro Ibero- Americano bis hin zum Russkij Teatr. Geboten werden Sprechstücke, Rezitationen, Liederabende, One-Man-Shows.
  • Die Katakombe
    Seit mehr als vier Jahrzehnten ist die von Marcel Schilb gegründete Bühne Forum für gesellschaftskritische Autoren, Zeitrevuen und zeitgenössisch aufbereitete Klassiker.
  • Die Komödie
    Leichte Bühnenkost, seit Jahrzehnten beliebt, seit kurzem in neuem, postmodernem Gewand - zumindest was die Architektur anbelangt. Ein echtes Boulevardtheater.
  • Künstlerhaus Mousonturm
    Internationale Gastspielbühne für zeitgenössisches Theater, Konzerte, Tanz und Performances hinter der Klinkerfassade einer historischen Seifenfabrik. Mit Bistro, Künstlerateliers und dem Hessischen Literaturbüro unter demselben Dach.
  • Literaturhaus
    Zentrum verschiedener öffentlicher Veranstaltungen rund um die Literatur. Hochkarätige Lesungen internationaler Autoren, Symposien, Diskussionsabende, Ausstellungen und ein nettes Caférestaurant. Das neue Domizil wird im Frankfurter Osten stehen: dort, wo hinter dem Portikus die historische Stadtbücherei wieder aufersteht.
  • Schauspiel
    Hans Neuenfels und Peter Zadek inszenierten hier; junge Avantgarderegisseure setzen die Tradition des nicht gerade bequemen Theaters fort im unkonventionellen Bau (der auch der Oper als Domizil dient).
  • Die Schmiere
    Satirisches Kellertheater im ehemaligen Kloster.
  • Volkstheater Frankfurt
    Klassiker und Schwänke auf Hessisch gebabbelt - von Goethes »Urfaust« bis zu Shakespeares Dramen. Im Sommer finden Freilichtaufführungen im Hof des Dominikanerklosters statt.
  • Stalburg-Theater
    Bühnenkunst passend zum ausgeschenkten Apfelwein - spritzig, witzig, mal als Chansonabend, mal als TV-Serien-Persiflage.
  • Tigerpalast
    Johnny Klinke, einst Weggefährte von Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit, hat sich seinen Traum erfüllt und Frankfurt wieder ein echtes Varietétheater beschert. Akrobaten und Künstler aus aller Welt bezaubern nun alle, die das nötige Kleingeld besitzen. Dafür gibt's den Blick auf die Promis im Publikum gratis.
 
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