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Handkäs', Hummer und Hippe Snacks

Genuss wird in Frankfurt groß geschrieben. Man isst hier seit Urgedenken gern, liebt die gastliche Geselligkeit und legt Wert auf Qualität. Bereits im Mittelalter verwandelte sich Frankfurts Samstagsberg, der heutige Römerberg, regelmäßig in einen üppigen Markt. Obst, Gemüse, Backwaren, Fleisch - alles war im Angebot. Für die Metzger gab es sogar feste Stände. »Schirn« nannte man sie. Daher trägt die inzwischen auf ihrem Areal stehende Kunsthalle ebendiesen Namen. Auch die »Freßgass'« (offiziell: Kalbächer Gasse/Große Bockenheimer Str.) verweist auf die historische Gaumenlust in der Stadt. Schon früh siedelten an ihrem Saum Fleischhauer und Feinkosthändler. Inzwischen nähren sich Shopper und Banker hier auch an feinen Imbissständen, Gleiches gilt für die benachbarte Schillerstraße. Auch in den Lebensmittelabteilungen und den Essmeilen der großen Kaufhäuser geben sich Snackschlemmer ein Stelldichein. Samstags treffen Edel und Bodenständig dann aufeinander beim Erzeugermarkt auf der Konstabler und natürlich in der Kleinmarkthalle (»Klamakthall«), seit den 60er-Jahren das Einkaufsparadies aller Hobbyköche und Gourmets. Wie in einem Brennglas bündelt sie den internationalen Charakter der Stadt. Hier gibt es Salate aus den Oberräder Gärten, türkisches Fladenbrot, griechischen Schafskäse, spanische Oliven, arabische Mezze, Thai-Gemüse, Trüffel aus Alba und Austern von der Atlantikküste. Wem der Magen knurrt, der beruhigt ihn gleich an Ort und Stelle mit einer heißen Gref-Völsings, der berühmten Frankfurter Rindswurst, oder schaut beim Wildhändler im Pagodenzelt nach dem Tagesangebot. Dem Charakter der Kleinmarkthalle entspricht jener der Frankfurter Gastronomielandschaft: Nahezu alle Aromen der Welt sind hier vertreten. Kreative Exotik, französische Raffinesse, italienische Schlichtheit (oft auf höchstem Niveau) und natürlich die deftige Frankfurter Apfelweinküche bieten Genuss in vielerlei Variationen. Junge Herdkünstler und renommierte Sterneköche kitzeln den Gaumen mit ihren Kreationen, urige Wirtshäuser, Designerrestaurants, klassische Weinstuben und moderne Bistrobars existieren friedlich nebeneinander.

  • Cafes
  • Cafes
  • Altes Café Schneider
    Unglaublich, aber wahr: Seit Jahrzehnten ist hier alles unverändert, gediegen bürgerlich, sympathisch. Tolle Kuchen, eigene Pralinen, aber teuer. Tgl., Kaiserstr. 12, Tel. 28 14 47, U-/S-Bahnen Hauptwache, U 1-3 Willy-Brandt-Platz
  • Café Karin
    Trubeliger Treff für Studentenvolk und Szenetypen. Vom (späten) Frühstück mit Ovomaltine und Kokosquark bis zum Absacker um 2 Uhr nachts. Tgl., Großer Hirschgraben 28, Tel.   29 52 17, www.cafekarin.de, U-/S-Bahnen Hauptwache
  • Café im Kunstverein
    Kunst zum Draufsetzen - aus deutscher Eiche, schnörkellos. Dazu einen Latte Macchiato, Zeitungen aus aller Welt und Panoramablick.
    Markt 44, Steinernes Haus
  • Fellini
    Kurzurlaub in Italien - mit Espresso, Prosecco und Pasta an der engen Bar bzw. bei gutem Wetter auf der Straßenterrasse.
    Schweizer Platz
  • Harvey's
    Dauerbrenner unter den Szenecafés. Das Ambiente changiert zwischen plüschig und cool, die Küche zwischen neudeutsch, südamerikanisch und mediterran, die Gästepalette reicht von Studenten über Homos bis hin zu Businesspeople.
    Bornheimer Landstr. 6
  • Laumer
    Schon Max Horkheimer und Theodor Adorno hockten hier beim Kaffee; der edle Kuchen und das Gärtchen machen den Schürzendamenservice wieder wett. Kleiner Sommergarten.
    Bockenheimer Landstr. 67
  • Lesecafé
    Lauschiges Hinterhofcafé mit angegliederter Buchhandlung. Treffpunkt für Leseratten und junge Mütter. Freundliches Glaskuppelambiente.
    Diesterwegstr. 7
  • Metropol
    Angesagte, daher - trotz beachtlicher Größe - meist knallvolle Location. Vom Süppchen bis zum leckeren Kuchen geht alles, aber schön langsam. Bei schönem Wetter herrlich: die große Sonnenterrasse.
    Am Weckmarkt 13-15
  • Mirador
    Latte und Tapas in nettem Goldambiente; dazu gute Tagesgerichte und stets freundlicher Service. Außerdem: Straßenterrasse mit schönen Teakholzmöbeln, durch Kübelpflanzengrün lauschig geschützt.
    Berger Str. 65
  • Wacker's
    Frankfurts ältestes Kaffeegeschäft mit einer Hand voll Tische in Verlängerung des Verkaufstresens zum gemütlichen Probieren von Arabica oder Wiener Mischung. Während der Mittagspause und an Samstagen rappelvoll. Kaffeegenuss auch an Stehtischen auf dem Bürgersteig.
    Kornmarkt 3-4
  • Landestypisches
  • Landestypisches
  • Lorsbacher Tal
    Eines der wenigen verbliebenen Apfelweinlokale in Alt-Sachsenhausen; urig, deftig mit Hofgarten.
    Große Rittergasse 49
  • Wagner
    Frankfurter Institution, fast immer voll. Die Tuchfühlung mit dem Tischnachbarn ist garantiert. Ausschließlich Apfelweinkost.
    Schweizer Str. 71
  • Zum Feuerrädchen
    Stilvoll traditionell mit lauschig-grünem Höfchen. Probieren Sie unbedingt den Kartoffelkloß mit Leberwurstfüllung. Als Alternative zum Äppler wird Apfelsekt ausgeschenkt.
    Textorstr. 24
  • Zur Sonne
    Zeitgenössisches und Traditionelles aus ausgesuchten Produkten; zwei urige Stuben, großer Garten.
    Berger Str. 312
  • Gourmettempel
  • Gourmettempel
  • Aubergine
    Mediterranes auf Versace-Geschirr, vom sardischen Padrone Paolo Vargiu immer wieder neu erfunden. Eine mögliche Menüfolge: Foie gras mit Birnenmus, Seeteufelmedaillons auf Fenchelrisotto, Kalbsfilet mit Honig-Ingwer-Jus, gefolgt von einer kleinen Käseauswahl mit Senffrüchten.
    Alte Gasse 14
  • Avocado
    Konservatives Edelbistro, das mit konstanter Qualität überzeugt: vom Seeteufelcarpaccio mit Sesamvinaigrette bis zur Käsetarte, begleitet von Cassisfeigen und Wodkasabayon.
    Hochstr. 27
  • Cyrano
    Milan Seidenfaden, Ex-Chef des »Français« im Steigenberger Frankfurter Hof, verwöhnt abseits allen Trubels in seinem kleinen, schnörkellosen Lokal (viel Frischluft im Sommer) mit leichten mediterranen Kreationen und individuell interpretierten Bodenständigkeiten.
    Leibnizstr. 13
  • L'Emir
    Die Gegend ist nicht die beste, aber was da an Köstlichkeiten aus Nahost in die Schüsseln und auf die Teller kommt, sucht seinesgleichen.
    Weserstr. 17
  • Gargantua
    Moderne Kunst an den Wänden, der Service leicht unterkühlt, die Küche auf hohem Niveau mit franko-italienischer Basis und mitunter Rezepten von der Großmutter des als Ex-68er bekannten Maître Klaus Trebes.
    Liebigstr. 47
  • Iroha
    Das A und O japanischer Kulinarik - die Bürger Nippons fühlen sich in den hellen Souterrainräumen mit Sushibar, Teppansalons und traditionellen Washitsu fast wie zu Hause.
    Bethmannstr. 35 (im Steigenberger Frankfurter Hof)
  • La Trattoria
    Signora Heidi kocht phantasiereich die Spezialitäten aus der Heimat ihres weinsinnigen Mannes, der im stimmigen italienischen Landhausinterieur mitunter auch schon mal selbst serviert.
    Fürstenberger Str. 179
  • Internationale Küche
  • Internationale Küche
  • La Bóveda
    Beste Tapas in Town. Aber auch der baskische Seeteufel und die Paella können sich sehen lassen in diesem sonnengelben, spanischen Kellergewölbe.
  • Blumen/Verbrecherbar
    Frühabends Restaurant, ab 23 Uhr nur noch Bar. Küchenchef Oskar Schubert komponiert mutig-aromatisch, aber ohne Firlefanz. Und spätestens alle zwei Tage neu. Ein echter Szeneknüller.
    Rotlintstr. 60
  • Hafez
    Angeblich das beste persische Lokal in Europa - jedenfalls mit orientalischem Wintergarten, Lounge und regelmäßigen persischen Nächten mit Bauchtanz und ausgewählten Köstlichkeiten.
  • Indigo
    Ein echter Stern unter den indischen Restaurants der Stadt. Schlichtes Ambiente, Tandoori-Spezialitäten und ayurvedische Genüsse. Lecker zum Nachtisch: Kulfi, hausgemachtes Milcheis mit Safran und Kardamom, oder Gulab Jaumun, indische Frischkäseröllchen in Rosenwassersirup.
    Taunusstr. 17
  • Knossos
    Feiner Grieche ohne den üblichen Bouzouki-Kitsch. Die zahlreichen Menüs kombinieren gerne Hellas mit dem Rest der Welt. Schön im Sommer: die kleine Terrasse mit ägäisblauen Biergartenstühlen.
    Luisenstr. 7
  • Maaschanz
    Zweigeteilt in Bistro und Restaurant - toute la France kommt in beiden auf den Tisch. Und zwar vorwiegend in ihrer bodenständigen Art.
  • Orfeos Erben
    Kino und Kantine nennt sich leicht untertrieben diese Institution. Vor und nach dem Film gibt's in dem Edelbistro Exotisches und Saisonales. Während die Leinwand flimmert, kann man im Flugzeugsessel Fingerfood knabbern und ein Weinchen dazu schlürfen.
    Hamburger Allee 45
  • Pinienhof
    Mediterrane Stimmung am Ende eines Sachsenhäuser Innenhofes. Liebevolles Landhausambiente und charmanter Service von Inhaberin Ursula Perras. Die Speisenpalette reicht von Florenz bis Nizza, manchmal sogar von Kapstadt bis Wellington.
    Gutzkowstr. 43
  • Türkis
    Wie der Name, so das Dekor. Um zu wissen, wie gekocht wird, ergänze man bei der Farbe ein »ch«. Osmanisches also, aber der gehobenen Art.
    Bethmannstr. 11
  • Preiswert & Gut
  • Preiswert & Gut
  • Abessinia
    Fladenbrot statt Besteck, ganz wie in Äthiopien. Fürs Ful (Bohnenspezialität) gibt's aber einen Löffel. Modernes Afrikaambiente; Multikulti-People.
    Pfingstweidstr. 2
  • Das Leben ist schön
    An langen Holztischen sitzen die Gäste wie bei Mamma oder einem Fest auf der Piazza und futtern ursprüngliche Italo-Küche von Risotto bis Pasta. Dazu gibt's manchmal Arien von Kellner Pasquale. Die Idee zu dem Lokal hatten die Ostend-Szenekönige Ardi Goldmann und Radu Rosetti.
    Hanauer Landstr. 198
  • Im Herzen Afrikas
    Sand unter den Füßen und die Hände als Essbesteck - authentischer geht's kaum. Nur ein Dutzend Gerichte, vom vegetarischen Hamli (Spinat mit dreierlei Gewürzen) bis zum Zingne (zartes Lammfleisch in einer scharfen Sauce).
    Unbedingt reservieren!
  • Klosterhof
    Rustikal sowohl im Ambiente wie auf dem Teller. Der Name hält, was er verspricht: klösterliche Kreationen wie Trappistenschnitzel und Bierfreuden von Schwarz bis Weizen.
    Weißfrauenstr. 3
  • Lua Ruby September
    Bar, Café und Restaurant - mit portugiesischem Akzent. Daher gibt's zu den gebratenen Sardinen auch vinho verde. Lecker: das selbst gebackene Brot.
    Hallgartenstr. 61
  • Lunchtime 24
    Mittaglicher Szenetreff mit rotem Tresen und echter Hausmannskost.
    Hanauer Landstr. 220
  • MoschMosch
    Jungbanker, Smartshopper, die Angestellten der umliegenden Citybüros machen sich einträchtig an langen, hellen Holztischen her über große weiße Keramikschüsseln mit japanischen Ramen-Suppen.
    Luginsland 1
  • Munderich's Schweizer-Röstihaus
    Hier gibt es das Schweizer Nationalgericht mit allen erdenklichen Zutaten, ergänzt durch Suppen, Fisch und deftige Eigenkreationen des eidgenössischen Kochs. Alles stets frisch zubereitet. Die Wartezeit kann man mit Apfelwein aus der Familienkelterei überbrücken.
    Mainkurstr. 27
  • Mutter Ernst
    Seit den Fünfzigern unverändert. Vor allem (Business-)Männer lieben die immergleichen paar Hausmannsgerichte, das Bier fließt bei Mutter Ernst reichlich. Samstags kehren Einkaufsbummler und Familien ein.
    Alte Rothofstr. 12
  • Natur-Bar
    Frischer Minztee, frisch gepresste Säfte, frische vegetarische Küche, selbst gebackenes Vollkornfladenbrot und Bioweine - allerdings ist das Ambiente nicht sonderlich kuschelig. Unbedingt probieren, auch wenn es sehr exotisch klingt: Austernpilze und Cashewkerne in Senfsauce auf Basilikum-Couscous.
    Oeder Weg 26
  • Schandis
    Orient satt: geschnitzte, flache Tischchen, bunte Wandteppiche, Wasserpfeifen. Die Auswahl der persischen Gerichte ist klein und bodenständig, die Portionen sind groß.
    Nordendstr. 2
  • Stones
    Sandwichs, Salate und Hot-Snacks vor einer eindrucksvollen Bruchsteinwand. Appetitlich und gern auch individuell zusammengestellt. Das freut nicht nur überzeugte Veggies.
    Kaiserstr. 34
  • Tequila
    Feurige fajitas mit reichlich Salsas und Bohnenpüree, große Tequilaauswahl und stets netter Service - eine Superadresse mitten in der City. Und abends angesagte Bar, dann gibt es nicht nur Latino-Musik.
    Weißadlergasse 5-7
 
© Marco Polo
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