InterCityHotel Berlin
  • RSS
  • Sitemap
  • Kontakt
Gebührenfreie Telefonnummer für D, A, CH, B, NL, L, DK, SE, NOR, FIN, F, UK Öffnungszeiten Mo. - Fr. 8-23 Uhr Sa.10-22 Uhr So./Feiertags 11-22 Uhr
Gebührenfreie BuchungshotlineInfo
00800-78468357
  • Home  
  • Hotel buchen  
  • Tagungen  
  • Angebote & Specials  
  • Hotelinformationen  
  • Service  
Sie sind hier:  Home > Angebote & Specials > Kurzreise > Städteinfo > Berlin

Kurzreise

  • Reisetipp
  • 65-plus-Tarif
  • Städteinfo
    • Berlin
    • Sehenswertes
    • Insider Tipp
    • Essen & Trinken
    • Am Abend
    • Einkaufen
    • Feste, Events & mehr

Hotel buchen

Anreise:*:
Kalender

Abreise:*:
Kalender

Personen*:
Award World Nr.
Info

Zur Buchung

Mehr Optionen

  • Firmenkunden
  • Meine Buchungen aufrufen
  • Reisebüros
  • Anmelden / Registrieren

bestprice
bestprice
  • Mehr Informationen
 

Kurzreise suchen

Suchbegriff eingeben

oder

Interesse:

Reiseziel:

 
Hotel suchen
  • Kartenansicht aller Hotels
 

Entdecken Sie Berlin!

Himmelsrichtungen sind in Berlin immer noch bedeutsamer als anderswo: »Wo beginnt eigentlich der Osten, oder - wo hört er auf?« Das ist ein Thema, das selbst die Einheimischen immer wieder beschäftigt. Lange Zeit brauchte man keinen Kompass, um festzustellen, wo der Osten aufhörte und der Westen anfing. Die Mauer, die von 1961 bis 1989 quer durch die geteilte Stadt verlief, war Zeichen genug: Auf der einen Seite Ost-Berlin als Hauptstadt der DDR unter sowjetischem Einfluss, auf der anderen die von den westlichen Alliierten Frankreich, Großbritannien und USA beschützte Mauerstadt West-Berlin. Heute, über 15 Jahre nach dem Mauerfall, können Besucher der Stadt kaum noch erahnen, welche Unterschiede die verschiedenen politischen Systeme auch im Stadtbild geschaffen hatten. Viele der DDR-typischen Plattenbauten im Ostteil sind zum großen Teil saniert. Sie sehen so erstaunlich modern und wohnlich aus, dass es mittlerweile wieder schick ist, etwa im achten Stock am Alexanderplatz zu wohnen. Und wer am Checkpoint Charlie steht, dem ehemaligen Grenzübergang der Alliierten in der Friedrichstraße, wird feststellen, dass im ehemaligen Ostteil Berlins luxuriöse Geschäftshäuser und Boutiquen dominieren. Im Westteil der Friedrichstraße herrscht dagegen eher Tristesse: Namhafte Labels müssen keine Miete mehr bezahlen, Hauptsache, sie bleiben. So verkehren sich die Welten.

Die neue, alte Hauptstadt Berlin mit ihren rund 3,4 Mio. Einwohnern ist nach wie vor im Umbruch: Die Anstrengungen, die unternommen werden, um eine architektonisch repräsentative Hauptstadt zu gestalten, sind seit vielen Jahren enorm. Es wird gebaut, restauriert und saniert. Der Potsdamer Platz, Mitte der 1990er-Jahre Europas größte Baustelle, hat sich als neues Zentrum bereits erfolgreich etabliert. Das herausragende Zeltdachkonstrukt des Sony-Centers gilt als neues Wahrzeichen der Stadt. Und es geht weiter: Die Bauarbeiten am neuen Hauptbahnhof, Europas größtem Bahnhof, stehen kurz vor dem Abschluss. 2006 soll auch der riesige Palast der Republik, das einstige Paradebeispiel ostdeutscher Volkskultur, abgerissen werden - und das einstige Stadtschloss dafür wieder auferstehen; so plant es jedenfalls der Bund.

Der Bau des neuen Regierungsviertels ist abgeschlossen, und die gelungene Architektur macht selbst skeptische Berliner stolz. Blickt man von der Kuppel des Reichstags, sieht man im Süden den Potsdamer Platz, im Norden das monumentale Glasdach des neuen Hauptbahnhofs, im Westen das Bundeskanzleramt und im Osten die Abgeordnetenbüros. Apropos Reichstagskuppel: Während in anderen Städten das gemeine Volk durch eine Bannmeile möglichst weit weg von der Volksvertretung gehalten wird, steigen Sie hier den Parlamentariern im wahrsten Sinne des Wortes aufs Dach und sehen ihnen von oben beim Diskutieren zu. Das ist Bürgernähe, wie sie von der Politik gewünscht ist, und nicht zuletzt das gibt der Hauptstadt ein ganz besonderes Flair. Dazu gehört auch, dass viele Politiker und Abgeordnete die Öffentlichkeit nicht scheuen. Sie werden überrascht sein, wie vielen Prominenten Sie in den umliegenden Restaurants oder Cafés begegnen. Und das ist nur in einer Stadt wie Berlin denkbar: Menschen werden in erster Linie als Menschen wahrgenommen. Ob jemand prominent ist, interessiert erst an zweiter Stelle. »Leben und leben lassen« - das ist das vorherrschende Motto. Man möchte selbst als Individuum wahrgenommen werden, und das gesteht man auch anderen zu.

Tolerant, offen für neue Wege und in vielerlei Hinsicht Avantgarde, so zeigt sich Berlin besonders in Bezug auf das kulturelle Leben. Mit über 150 Konzerthäusern, Theatern und Bühnen, drei Opernhäusern, zahllosen Kinos und rund 170 Museen und Sammlungen bietet Berlin heute eine Vielfalt wie kaum eine andere Stadt. Weltweit berühmt ist Berlin auch für sein brodelndes Nachtleben mit über zweihundert Clubs sowie unzähligen Bars, Cafés und Kneipen. Da es keine Sperrstunde gibt, schließen die meisten Etablissements erst in den frühen Morgenstunden - wenn überhaupt.

In-Bezirke wie Mitte und Prenzlauer Berg mit ihren abwechslungsreichen Theater-, Club- und Kneipenszenen stehen ganz im Zeichen einer international ausgerichteten Metropole. Gerade der Austausch mit Osteuropa etwa hat das kulturelle Leben deutlich belebt. DJs aus Bukarest legen auf, Tanztheater aus Kiew zeigen neue Produktionen, und aus Warschau kommen Autoren, um ihre Bücher vorzustellen. Mindestens 200 000 Russen, Polen, aber auch Ukrainer und Tschechen leben mittlerweile in der Stadt. In Berlin wird nicht nur das Zusammenwachsen des ehemals geteilten Landes sichtbar, sondern auch das Europas. Berlin gehört, und das ist einzigartig, sowohl zu Ost- als auch zu Westeuropa!

Da viele Russen und Ukrainer, die in Berlin leben, jüdischen Glaubens sind, hat auch jüdische Alltagskultur wieder ihren Platz in der Stadt. Beim Spaziergang durch das Viertel rund um die Oranienburger Straße in Mitte können Sie koschere Lebensmittelläden, eine jüdische Schule und auch Restaurants mit jüdisch-orientalischem Essen entdecken.

Türkisches Leben wiederum prägt besonders die westlichen Innenstadtbezirke, vor allem aber Kreuzberg und Wedding. Auf Wochenmärkten kaufen türkische Großfamilien gleich kistenweise Auberginen und Weintrauben, verhüllte Frauen feilschen um den Preis, Händler preisen lautstark ihre Waren an. Ein Hauch von Orient und ein echtes Erlebnis!

Kulturelle und wirtschaftliche Impulse gingen in der 770-jährigen Geschichte der Stadt häufig von Zugezogenen aus. Ob Hugenotten, Böhmen oder Schlesier - sie alle fanden im Laufe der Jahrhunderte in Berlin eine neue Heimat und prägten die Stadt mit ihren Sitten und Gebräuchen, nicht zuletzt auch kulinarisch. Bouletten etwa, die französische Bezeichnung für Fleischküchlein, sind eine Berliner Spezialität, die jeder Fleischer und jede Imbissbude im Angebot hat. Vor allem Glaubensflüchtlinge zog es an die Spree, denn über die Landesgrenzen hinaus waren die Herrscher Preußens bekannt für ihre religiöse Toleranz. So wurde unter Friedrich I. für die protestantischen Hugenotten 1701 eine eigene Kirche gebaut, der Französische Dom am Gendarmenmarkt, und für die Schlesier Ende des 18. Jhs. ein katholisches Gotteshaus, die St.-Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz. 1866 kam in der Oranienburger Straße Europas größte Synagoge mit 3200 Sitzplätzen hinzu.

Berlin stand im Lauf der Geschichte nicht nur einmal im Zentrum der Weltpolitik, mahnende Erinnerung spielt in der Stadt eine große Rolle. Das Gedenken an Nazidiktatur, Judenverfolgung und die schrecklichen Folgen des Zweiten Weltkriegs wird in Form von zahlreichen Gedenkstätten und Mahnmalen wachgehalten.

Trotz der Zerstörung der Innenstadt sind viele historische Bauten erhalten geblieben oder wurden wieder aufgebaut. Die Staatsoper Unter den Linden, der Berliner Dom, das Schauspielhaus sowie der Deutsche und der Französische Dom am Gendarmenmarkt sind wunderschöne Beispiele dafür. Oder auch die Museumsinsel, ein einzigartiges Ensemble archäologischer und kunsthistorischer Sammlungen, die nach Abschluss der Sanierungsarbeiten - voraussichtlich im Jahr 2010 - wieder vollständig zu besichtigen sein werden.

Natürlich hat auch die jüngere Vergangenheit ihre Spuren hinterlassen. Viele junge Bewohner und Besucher Berlins haben die Teilung der Stadt niemals mit eigenen Augen gesehen. Gedenkstätten, wie etwa das Mauer-Dokumentationszentrum in der Bernauer Straße oder das Alliiertenmuseum in Zehlendorf, sind deshalb wichtiger denn je. An die Luftbrücke, als der westliche Teil der Stadt 1948/49 wegen der sowjetischen Blockadepolitik komplett aus der Luft versorgt werden musste, erinnert noch regelmäßig das Brummen einer Douglas DC3, eines Transportflugzeugs aus jenen Tagen, das heute regelmäßig zu Rundflügen über Berlin startet. Von den vier Besatzungsmächten zeugen die französischen, englischen, russischen und amerikanischen Bildungseinrichtungen und Kulturzentren, weshalb so manches Berliner Kind eine französische Musikschule besucht oder ein Gymnasium mit russischsprachigem Schwerpunkt. Und auch die über 400 000 Straßenbäume, gepflanzt, um das Dasein in der Mauerstadt erträglicher zu machen, sind geblieben. Kaum eine andere vergleichbare Großstadt in der Welt hat so viele Parks und Grünflächen wie Berlin!

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der 40 Jahre währenden Teilung sind allerdings nicht so schnell zu verarbeiten; es geht nur langsam bergauf. Einst am finanziellen Tropf zweier politischer Systeme, hat es die Stadt schwer, aus sich heraus - ohne gewachsenes, wirtschaftlich leistungsfähiges Umland - zu existieren. Trotz eines rasant steigenden Anteils an Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich muss Berlin mit einer Arbeitslosenquote von rund 20 Prozent leben. Doch die Berliner machen wie immer das Beste daraus, gründen neue, kreative Unternehmen und schaffen es auf diese Art, immer wieder Avantgarde zu sein. Ideen gibt es auch anderswo viele, doch Berlin ist die Stadt, wo sie tatsächlich verwirklicht werden.

Und so wie vielen Berlinern, die tagtäglich ihre Stadt erleben, wird es auch Ihnen gehen: Auf Ihrer Entdeckungstour durch die zum Teil so verschiedenen Viertel der Hauptstadt werden Sie erstaunt sein, was Sie alles vorher noch nicht kannten. Berlin - das ist wie eine Wundertüte: Viel Spaß beim Auspacken!

© Marco Polo
  • Impressum
  • AGB
  • InterCityHotel